Hamburg 2017: Liturgie und Normativität

16.-19. Februar 2017 in Hamburg

Tagungsbericht folgt ...

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Aus der Ausschreibung: Das zweite Vatikanische Konzil bezeichnet die Liturgie als "Quelle und Höhepunkt" kirchlichen Handelns (SC 10) und schreibt ihr damit normative Kraft für die Identität der Gläubigen als Teil einer Gemeinschaft vor Ort und in der Welt zu. Die liturgischen Normen möchten die theologische Qualität sicherstellen und gleichzeitig für eine einheitliche Feiergestalt sorgen, welche den Gläubigen die Teilnahme auch an anderen Orten leicht ermöglicht. Diese wird wiederum erreicht, indem sie selbst normiert wird: Manchen Modellen wird der Vorzug gegenüber anderen gegeben, weil Quellen gegeneinander abgewogen werden und manchen Quellen eine besondere Autorität zugesprochen wird. Gegenwärtig jedoch werden diese Normen und Autoritäten hinterfragt und nicht selten stoßen normative Ansprüche an die Grenzen der pastoralen Realität. So haben die Instruktion „Liturgiam Authenticam“ (2001) mit deutlich restriktiveren Regeln zur Gestaltung liturgischer Bücher und das Motu Proprio „Summorum Pontificum“ (2007) mit der Wiederzulassung der vorkonziliaren Liturgie die Gläubigen nachhaltig verunsichert: Die Arbeiten an der dritten Auflage des deutschen Messbuchs ruhen zurzeit, weil der Konflikt zwischen den Maßstäben der Übersetzer und den Vorgaben seitens der römischen Kurie nicht gelöst werden kann; gleichzeitig greifen die Pfarrer in den Ortsgemeinden nicht selten auf eigene Lösungen zurück.

Wir möchten daher bei der Tagung der AKL-Junior diese Prozesse nachvollziehen und Selbstverständlichkeiten hinterfragen, indem wir diskutieren, welche Quellen normativ auf die Liturgie wirken, uns praktische Anwendungsfälle anschauen und Grenzfälle diskutieren. Als Forum dient uns dafür die Stadt Hamburg, in der täglich Menschen mit verschiedenen Prägungen und Normvorstellungen aufeinandertreffen und der normative Anspruch der Kirchen nach innen wie nach außen stets neu hinterfragt wird.

Die Tagung findet vom 16.-19. Februar 2017 in Hamburg statt.

 

Eichstätt 2016: Liturgie und Ostkirche

Rückblick auf die Tagung

Die letzte Tagung der AKL-JUNIOR fand vom 18. bis 21. Februar 2016 in Eichstätt statt und beschäftigte sich mit dem Themenkreis "Liturgie und Ostkirche".

'Die Geschichte der Entstehung und Entwicklung der Riten zeugt von einer erstaunlichen sich ergänzenden Vielfalt' (KKK 1201). Die liturgischen Ausdrucksformen der ostkirchlichen Traditionen bringen in diese Vielfalt eigene Zugangsweisen zum christlichen Glauben ein. Mittlerweile gibt es orthodoxe und unierte Gemeinden der östlichen Riten nicht mehr nur in den angestammten Regionen, sondern sie sind rund um den Globus zu finden. Umso wichtiger ist die Auseinandersetzung mit dem liturgischen Erbe und dem gefeierten Gottesdienst der Ostkirchen für die Ökumene und den interkulturellen Dialog. Ein Partner in diesem Gespräch ist das Collegium Orientale (COr) in Eichstätt, das als Ausbildungsstätte für angehende Priester ostkirchlicher Riten für diese Tagung mit der AKL-JUNIOR kooperierte."

Ankündigungstext

"'Die Geschichte der Entstehung und Entwicklung der Riten zeugt von einer erstaunlichen sich ergänzenden Vielfalt' (KKK 1201). Die liturgischen Ausdrucksformen der ostkirchlichen Traditionen bringen in diese Vielfalt eigene Zugangsweisen zum christlichen Glauben ein. Mittlerweile gibt es orthodoxe und unierte Gemeinden der östlichen Riten nicht mehr nur in den angestammten Regionen, sondern sie sind rund um den Globus zu finden. Umso wichtiger ist die Auseinandersetzung mit dem liturgischen Erbe und dem gefeierten Gottesdienst der Ostkirchen für die Ökumene und den interkulturellen Dialog. Ein Partner in diesem Gespräch ist das Collegium Orientale (COr) in Eichstätt, das als Ausbildungsstätte für angehende Priester ostkirchlicher Riten für diese Tagung mit der AKL-JUNIOR, der Vereinigung für den liturgiewissenschaftlichen Nachwuchs im deutschen Sprachgebiet, kooperiert."

Ort und Datum der Tagung: 18.-21. Februar 2016 in Eichstätt - Priesterseminar

Verbindlicher Anmeldeschluss ist der 19. Dezember 2015.

Regensburg 2015: Tagzeitenliturgie

Gebet und Gottesdienst im Rhythmus des Tages

Rückblick auf die Tagung

Vom 19.-22. Februar 2015 traf sich die AKL-JUNIOR zu ihrer Jahrestagung im Haus Werdenfels bei Regensburg und beschäftigte sich mit dem Thema "Tagzeitenliturgie - Gebet und Gottesdienst im Rhythmus des Tages".

Als Form des täglichen Gottesdienstes hat die Tagzeitenliturgie seit urchristlicher Zeit ihre selbstverständliche Tradition. Die Tatsache, dass mit Ausnahme von Klerikern und Ordensleuten heute die wenigsten Gläubigen diese Feierform kennen und regelmäßig begehen, ist vor allem historisch bedingt. Trotz eindringlicher Empfehlung (vgl. SC 100; AES 21; 40; 207) ist es seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil bis auf wenige Ausnahmen nicht gelungen, sie nach altkirchlicher Tradition wieder als tägliche Gottesdienstform aller Glieder der Kirche ins Bewusstsein zu rücken (vgl. SC 83f.) und als Gemeindefeier zu etablieren (vgl. SC 87ff.). Nachdem die Tagzeitenliturgie vielerorts in der liturgischen Praxis ein Schattendasein fristete, wird sie nun seit wenigen Jahren von manchen Gläubigen als neuartige und trotzdem in altkirchlicher Tradition stehende tägliche Gottesdienstform neu entdeckt. Vor allem die dem kathedral-pfarrlichen Typ nachempfundenen Formen (Morgenlob, Abendlob, Mittagsgebet, Nachtgebet) bieten mit Blick auf die ostkirchliche Tradition eine wertvolle Möglichkeit, das liturgische Leben in Pfarreien, Gemeinden, Gemeinschaften und Gruppen zu bereichern sowie angesichts des Mangels an ordinierten Priestern und größeren pastoralen Einheiten am Leben zu erhalten. Die AKL-Junior-Tagung 2015 im Haus Werdenfels bei Regensburg hat mit Vorträgen, Workshops und Diskussionen sowohl die historischen und liturgietheologischen Grundlagen von Stundengebet und Tagzeitenliturgie erhellt als auch diverse pastoralliturgischen Fragestellungen bearbeitet, welche derzeit relevant erscheinen.

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Erfurt 2014: Liturgische Dienste

Liturgietheologische Überlegungen, Ausbildungskonzepte, Zukunftsperspektiven

Vom 20.-23. Februar 2014 fand in der Bischofsstadt Erfurt die Jahrestagung der AKL-Junior statt. Ausgehend von dem Programmwort der "Tätige Teilnahme", das vom Zweiten Vatikanischen Konzils zum Formalprinzip der liturgischen Erneuerung formuliert wurde, wurde Liturgie als Rollengeschehen in den Blick genommen. Einführend wurden Überlegungen zum gemeinsamen Priestertum und zum Priestertum des Dienstes vorgestellt. Aufbauend wurde ein Überblick über die verschiedenen liturgischen Dienste geboten. Zur Sprache kamen auch ökumenische Besonderheiten in den verschiedenen Kirchen. Vorgestellt wurden Ausbildungskonzepte für diese Dienste in verschiedenen Bistümern. Die Teilnehmer der Tagung konnten außerdem mit Verantwortlichen des Bistums Erfurt ins Gespräch kommen. Diözesanadministrator Weihbischof Manfred Hauke, Caritasdirektor Bruno Heller und Ordinariatsrat Winfried Weinrich vom Katholischen Büro standen Rede und Antwort. Die Leiterin des Seelsorgeamtes, Dr. Anne Rademacher, brachte sich inhaltlich in die Tagung ein, indem sie den Einsatz von Diakonatshelfern vorstellte.

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Bochum 2013

21.-24.2.2013 in Bochum - ehem. Priesterseminar

Thema: "Liturgie und Leben"

Vom 21.2.-24. Februar 2013 fand in Bochum die AKL-JUNIOR-Tagung zum Thema "Liturgie und Leben. Die Kasualien Taufe - Trauung - Begräbnis" statt. Nach einer theologischen Grundlegung zur Begräbnisfeier und zu Ausführungen über Trauerriten in einer pluralen Gesellschaft führte eine Exkursion zu einem Bochumer Bestatter. Die Teilnehmer der Tagung konnten sich ein Bild von den umfangreichen Aufgaben eines Bestatters machen und über die heutigen Herausforderungen im Angesicht des Todes ins Gespräch kommen. Einen eigenen Themenkomplex bildeten Riten zu Taufe und Namensgebung sowie zur Eheschließung. Jeweils wurde sowohl über die kirchliche Kasualpraxis reflektiert als auch säkulare Zeremonien in den Blick genommen.

Linz 2012: Kirchenraumgestaltung

Liturgische Orte in der Spannung zwischen Funktionalität und symbolischer Bedeutung

Rückblick auf die Tagung

Vom 23.-26. Februar 2012 fand in Linz die Tagung zum Thema "Kirchenraumgestaltung - Liturgische Orte in der Spannung zwischen Funktionalität und symbolischer Bedeutung". Neben der liturgiewissenschaftlichen Reflexion von Kirchenräumen und ihrer Gestaltung führten zwei Exkursionen in das an modernen Kirchbauten reiche Linzer Umland. Im Gespräch mit Verantwortlichen vor Ort wurden konkrete Kirchenräume erschlossen und besprochen. 

Die nächste AKL-Junior Tagung wird vom 21.2.-24.2.2013 in Bochum stattfinden. Voraussichtliches Thema wird "Liturgie und Leben (am Lebensende) - Begräbnis & Co in einer pluralen Gesellschaft" sein. Für 2014 wurde als Tagungsort Erfurt festgelegt.

Osnabrück 2011

24.-27.02.2011 in Osnabrück - Priesterseminar/Haus der Pastoralen Dienste

Thema: "Liturgie und Musik"

Würzburg 2010

18.-21.02.2010 in Würzburg - Haus Benedikt

Thema: "Nichtsprachliche Ausdrucksformen der Liturgie"

Luzern 2009

26.02.-01.03.2009 in Luzern - Haus Bruchmatt

Thema: "Liturgie und Bildung"

Wien 2008

28.02.-02.03.2008 in Wien - Don Bosco Haus

Thema: "Gottesdienst in guter Gesellschaft? Anforderungen an die Feier der Liturgie in Zeiten von Sinus-Studie&Co"

Münster 2007

01.-04.03.2007 in Münster - Liudgerhaus

Thema: "Liturgie und Medien"

Trier 2006

09.-12.03.2006 in Trier - Priesterseminar/Deutsches Liturgisches Institut

Thema: "Liturgie und Mystagogie"

Vierzehnheiligen/Bamberg 2005

2005 in Bamberg

Thema: "Ekklesiologie und Liturgie am Beispiel der Amtsthematik"

Erfurt 2004

2004 in Erfurt

Thema: "Liturgie im Vorhof der Heiden"

Münster 2003

11.-14.09.2003 in Münster

Thema: "Quelle und Höhepunkt. 40 Jahre Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium"

Schwanberg/Würzburg 2003

2003 auf dem Schwanberg - Bildungshaus Communität Casteller Ring

Thema: "Tagzeitenliturgie"

Münsterschwarzach 1993